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Durchschnittliches Volumen eines Erythrozyten (Blutwert MCV)

Blut ist eine Körperflüssigkeit, die im Organismus durch die Blutgefäße fliesst. Das Herz pumpt es in die Blutbahn, indem es sich zusammenzieht. So bleibt Blut ununterbrochen in Bewegung. Beim Arztbesuch wird häufig Blut abgenommen, um es zu untersuchen (großes oder kleines Blutbild). Als Ergebnis erhält man eine Liste mit den Blutwerten. Zahlreiche Krankheiten lassen sich anhand eines atypischen Blutwertes ablesen. Es gibt viele Methoden und Analysemöglichkeiten, z.B. die Konzentration der Erythrozyten, die Verteilung der Thrombozyten, der Hämatokritwert, der Cholesterin-Konzentration, ob eine Blutarmut (Anämie) oder eine Polyglobulie vorliegt und so weiter. Man nennt die Blutwerte auch Laborwerte.

Zusammensetzung des Blutes / Bestandteile


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Blut besteht aus

Zelluläre Bestandteile

Blutzellen: Erythrozyt, Thrombozyt, Leukozyt
Blutzellen: Erythrozyt (links), Thrombozyt (mitte), Leukozyt (rechts)

Erythrozyten

Erythrozyten haben eine scheibenförmige Gestalt, häufig mit einer Einbuchtung in der Mitte. Abgesehen von Wasser besteht ein Erythrozyt zu 90% aus Hämoglobin. Das ist ein Protein (Eiweißverbindung), das Sauerstoff binden kann. Da das Hämoglobin rot ist, sehen Erythrozyten rot aus und da das Blut sehr viele Erythrozyten enthält, ist auch unser menschliches Blut rot.

Thrombozyten

Eine Verletzung der Blutbahn stellt für einen Organismus ein lebensbedrohliches Risiko dar. Theoretisch würde das Blut dann komplett "abfließen". Die Versorgung der Organe mit Sauerstoff, Nährstoffen und Abwehrstoffen wäre nicht mehr gewährleistet - der Organismus würde sterben. Die kleinen Thrombozyten haften sich im Falle einer Verletzung an die Wunde und entfalten ihre Tentakel. So entsteht in kurzer Zeit ein engmaschiges Netz aus aktivierten Thrombozyten. Man bezeichnet diesen Vorgang auch als Thrombozytenaggregation (Aggregation = Zusammenlagerung) oder einfach Blutgerinnung. Weiterlesen:

Leukozyten

 

Blutplasma

 

Blutwerte

Nach der Blutabnahme wird das Blut im Labor auf verschiedene Weise untersucht. Das Ergebnis ist eine Liste mit sogenannten Blutwerten.

Kleines Blutbild

Je nach Umfang der analysierten Stoffe spricht man auch von einem "kleinen Blutbild" oder einem "großen Blutbild". An einem kleinen Blutbild erkennt der Arzt, ob es erste Hinweise auf eine Erkrankung gibt wie zum Beispiel eine Infektion, Blutarmut (siehe Anämie bzw. als häufigste Art die Eisenmangelanämie), eine Entzündung oder Blutkrebserkrankung. Ist das kleine Blutbild auffällig, wird häufig noch ein großes Blutbild gemacht, damit der Arzt sich einen genaueren Eindruck verschaffen kann.

Großes Blutbild

 

Blutgruppen

Jahrhunderte lang war das Vermischen von Blut (z.B. eine Blut-Transfusion) ein lebensgefährliches Risiko. Manchmal konnte man dem Patienten so helfen, aber in vielen Fällen verstarbe sie qualvoll. Erst im Jahre 1901 brachte Dr. Karl Landsteiner (1868 - 1943) Licht ins Dunkel, als er ein System aus vier verschiedenen Blutgruppen-Arten beschrieben, das sog. AB0-System. Landsteiner erkannte, dass es auf der Oberfläche der Erythrozyten zwei Arten von Proteinen gab, die sog. Antigene. Das umgebende Blutplasma kann zudem zwei Arten von Proteinen enthalten, die sich an die Antigene anlagern können - diese werden Antikörper genannt. Damit Blut nicht verklumpt (sog. Hämagglutination), dürfen Antigene und Antikörper nicht zueinander passen.

AB0-System

Die Verteilung der Blutgruppen in der deutschen Bevölkerung kann man aus folgender Grafik entnehmen:

Blutgruppen-Verteilung in Deutschland
Blutgruppen-Verteilung in Deutschland

Mehr zum Thema Blutgruppen.

Rhesus-System

Weitere Blutgruppesysteme

 

Blutkreislauf

 

ErythrozytenNormales Blutbild: Erythrozyten (Rote Blutkörperchen) © M. Mißfeldt

Wie viel Blut hat ein Mensch?

Ein erwachsener Mensch mit ca. 80 kg Körpergewicht hat rund 6 Liter Blut im Körper. Mit Größe und Gewicht varriert der Wert entsprechend nach oben oder unten. Die folgende Tablle zeigt, wie viele Erythrozyten ein Mensch hat. Die Blutwerte beim Arzt geben in der Regel die Anzahl pro Mikroliter Blut wieder.

Wie viele Erythrozyten im Blut
Wie viele Erythrozyten im Blut

Der Hämatokrit-Wert

Für die ärztliche Diagnose ist der sog. Hämatokrit-Wert sehr wichtig. Daran kann man das Verhältnis von zähflüssigen Erythrozyten zum wässrigen Blutplasma ablesen. Der Hämatokrit-Normwert liegt bei Männern bei rund 45% und bei Frauen bei rund 41%, jeweils plusminus 4%.

Hämatokrit zu hoch
Hämatokrit zu hoch - Erhöhter Hkt-Wert

Weiterführende Links

Blut (Punkte)
"Blutbild" © M. Mißfeldt